Fluorocarbon & Vorfachmaterial
139,95 € / 100 lfd. Meter
84,45 € / 100 lfd. Meter
42,76 € / 100 lfd. Meter
Fluorocarbon bricht das Licht fast genauso wie Wasser. Für den Fisch heißt das: Das Vorfach verschwindet praktisch, während es für dich weiterhin die volle Tragkraft bringt. In klaren, stark befischten Gewässern ist das oft der Unterschied zwischen Nachläufer und Biss.
Mehr als nur unsichtbar
Zwei Eigenschaften werden gern übersehen. Erstens ist Fluorocarbon deutlich härter als Nylon und hält Abrieb an Steinen, Muschelbänken und Hechtzähnen länger stand – deshalb sitzt es am Ende der Montage und nicht auf der Spule. Zweitens ist es schwerer als Wasser und sinkt von allein. Ein Fluorocarbon-Vorfach legt sich damit sauber auf den Grund, statt in der Strömung zu stehen, was beim Grundangeln und beim Führen von Gummiködern über den Boden hilft.
Passende Stärken
- 0,16 bis 0,22 mm: Forellenvorfächer und feine Montagen auf vorsichtige Fische.
- 0,25 bis 0,35 mm: Zander und Barsch am Gummifisch, Vorfächer beim Feederangeln.
- 0,40 bis 0,60 mm: Hecht als beißfestes Vorfach, sofern kein Stahlvorfach nötig ist, und robuste Karpfenrigs.
- Ab 0,70 mm: Schockvorfach für Waller und schwere Meeressysteme.
Knoten sind der Knackpunkt
Fluorocarbon ist steif und mag keine Hitze. Wer den Knoten trocken zuzieht, verbrennt das Material innen, ohne dass man es sieht – und verliert den Fisch beim ersten harten Zug. Also immer anfeuchten und langsam zuziehen. Für die Verbindung zur geflochtenen Hauptschnur hat sich der FG-Knoten durchgesetzt, weil er schlank genug für die Rutenringe bleibt. Wer es einfacher mag, arbeitet mit einem kleinen Wirbel als Verbindungsstück.
Wann Fluorocarbon nicht die richtige Wahl ist
Als Hauptschnur auf der Rolle ist es zu steif und zu teuer – dafür ist monofile Schnur die bessere Wahl. Bei gezieltem Hechtangeln mit Kunstködern ersetzt auch starkes Fluorocarbon kein Stahlvorfach; die Zähne schneiden schneller, als man denkt. Und in trüben Gewässern spielt die Unsichtbarkeit kaum eine Rolle – dort zählt Abriebfestigkeit mehr als der Brechungsindex.