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Honig ernten & schleudern

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3-Waben-Schleuderkorb aus Edelstahl, 34 x 41 cm
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Abfüller 75 kg mit Spannverschluss
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Abfüller aus Edelstahl 35 kg mit Quetschhahn
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Ansaugstutzen mit Rückschlagventil Ø 40 mm
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Atago Hand-Refraktometer Master-Honey
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Aufsteck-Rührflügel aus Edelstahl, 1 Paar
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Ausgießhilfe aus Silikon für Honig und Wachs

Der Moment, in dem der erste Honig aus der Wabe läuft, entscheidet über Konsistenz, Klarheit und Haltbarkeit der ganzen Ernte. Wer beim Schleudern, Klären und Abfüllen mit sauberer Technik arbeitet, vermeidet Wachsreste im Glas, unnötige Verluste und Gärung durch zu hohen Wassergehalt. Von der ersten Entdeckelung bis zum fertig gerührten Cremehonig braucht es dafür eine durchdachte Werkzeugkette, die auf die eigene Völkerzahl und Erntemenge abgestimmt ist.

Waben öffnen und Honig lösen

Bevor überhaupt etwas fließt, müssen die verdeckelten Zellen geöffnet werden. Dafür braucht es passendes Werkzeug zur Entdeckelung (Geschirr, Gabeln, Messer), mit dem sich die Wachsdeckel gleichmäßig abtragen lassen, ohne die Wabenstruktur zu zerstören. Ein scharfes Entdeckelungsmesser spart dabei deutlich mehr Zeit als eine einfache Gabel, sobald mehrere Zargen auf einmal anstehen. Das gewonnene Entdeckelungswachs lässt sich später über die Wachsverarbeitung weiterverwerten, statt es einfach zu entsorgen. Anschließend übernehmen Honigschleudern den eigentlichen Erntevorgang: Je nach Modell mit Tangential- oder Radialtrommel wird der Honig durch Fliehkraft aus den Zellen gelöst, ohne die Wabe zu zerbrechen, sodass sie direkt zurück an den Bienenstand wandern kann. Für kleinere Imkereien reicht oft schon eine handbetriebene Trommel, während größere Bestände von einer elektrischen Schleuder mit höherem Durchsatz profitieren.

Sieben, Klären, Abfüllen

Nach dem Schleudern enthält der Honig noch feine Wachs- und Pollenpartikel, die vor dem Abfüllen entfernt werden sollten. Über Siebe & Klärung lässt sich der Honig grob und fein filtern, bevor er in den Klärbehälter absetzt und die letzten Luftblasen aufsteigen. Wie lange dieser Klärvorgang dauert, hängt von der Raumtemperatur und der Sortenart ab. Für den Weg vom Klärbehälter ins Glas sorgen Abfülleimer & Quetschen für ein sauberes, tropffreies Abfüllen ohne Verschütten. Wer den Honig anschließend etikettiert und in den Verkauf bringt, findet passendes Zubehör im Bereich Abfüllen & Vermarktung, von Gläsern bis zu Etiketten mit Pflichtangaben.

Qualität prüfen und Konsistenz steuern

Ob ein Honig lagerfähig und verkaufsfertig ist, zeigt sich an mehreren Punkten, die du nach der Ernte kurz durchgehen solltest:

  • Wassergehalt unter 18 Prozent für sichere Lagerung ohne Gärung
  • Honig rückstandsfrei von Wachs- und Pollenpartikeln befreit
  • Klärzeit an Raumtemperatur und Sortenart angepasst
  • Cremehonig gleichmäßig fein gerührt statt grob auskristallisiert

Ein Refraktometer & Messtechnik zeigt den Wassergehalt direkt nach der Ernte, lange bevor Gärung überhaupt zum Thema wird. Soll der Honig später streichfähig bleiben, kommen Rührgeräte (Cremehonig) ins Spiel, die feine Kristalle einrühren und ein Auskristallisieren in groben Klumpen verhindern. Wer schon bei der Königinnenvermehrung oder mit gesunden Völkern über Bienengesundheit & Varroa die Grundlage für eine gute Saison legt, sollte auch bei der Erntetechnik nicht sparen. Einsteiger, die ihre erste Saison planen, finden bei der Einstieg & Grundausstattung und rund um Beuten & Völkerführung passendes Zubehör, bevor sie sich dem restlichen Sortiment im Bereich Imkern widmen.

Praxis-Tipp

Miss den Wassergehalt am besten direkt nach dem Schleudern mit dem Refraktometer und notiere den Wert pro Charge: Liegt er über 18 Prozent, lagere den Honig einige Tage kühl und trocken statt ihn sofort abzufüllen – so sinkt die Gärgefahr deutlich, ohne dass du zusätzliche Geräte brauchst.