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Futterautomaten & Kirrung

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Eine durchdachte Kirrung lenkt Wild gezielt an Stellen, die du überblicken kannst – wichtig für Wildschadensvermeidung und eine faire Bejagung, nicht als Dauerfütterung gedacht, sondern als punktuelle Lenkungsmaßnahme im Revier.

Kirrung rechtssicher und wildschonend gestalten

Kirrungsverordnungen unterscheiden sich je nach Bundesland in erlaubten Futtermengen, -arten und Zeiträumen. Informiere dich vor dem Aufbau über die Vorgaben deines Reviers und wähle Mais, Kastanien oder spezielles Kirrfutter in angepasster Menge, damit die Fläche nicht zu einem dauerhaften Futterplatz wird. Futterautomaten gehören zur Themenwelt Reviereinrichtung und sollten dauerhaft witterungsfest sowie diebstahlsicher aufgestellt sein. Achte zusätzlich auf ein robustes, tierfestes Gehäuse, damit Schwarzwild den Automaten nicht beschädigt oder umkippt, und plane einen leicht zugänglichen Füllstutzen für schnelles Nachfüllen ein.

Automat oder Handkirrung?

Zeitgesteuerte Futterautomaten verteilen kleine Mengen über den Tag und verhindern, dass sich das Futter am Boden verdirbt oder verschimmelt. Handkirrungen sind einfacher in der Anschaffung, erfordern aber regelmäßige Kontrollgänge – dabei hilft passendes Revierwerkzeug. Eine Wildkamera an der Kirrung liefert zusätzlich verlässliche Daten zur Wildaktivität und hilft, die Futtermenge realistisch einzuschätzen. So vermeidest du sowohl Über- als auch Unterversorgung und erkennst frühzeitig, wenn Schwarzwild die Kirrung dominiert.

Kirrung sinnvoll in die Ansitzplanung einbinden

Platziere die Kirrung im Sichtfeld eines nahen Ansitzes, etwa bei Hochsitzen, Kanzeln & Leitern, und markiere den Standort deutlich mit Reviermarkierung & Schilder. So lässt sich die Fläche gezielt für die Ansitz- & Bockjagd oder die Lockjagd nutzen, ohne dass Wild an anderer Stelle unnötig beunruhigt wird. Halte zudem etwas Abstand zu stark frequentierten Wegen, damit die Kirrung nicht versehentlich zur Anlaufstelle für Spaziergänger oder deren Hunde wird.

  • Landesrechtliche Kirrungsvorgaben vorab prüfen
  • Futterautomat witterungsfest und diebstahlsicher aufstellen
  • Futtermenge an Wildbestand anpassen, keine Dauerfütterung
  • Standort im Sichtfeld eines Ansitzes wählen
  • Regelmäßig kontrollieren und Futter frisch halten

Bedenke auch die jahreszeitliche Komponente: Im Winter kann eine kontrollierte Kirrung helfen, Wildschäden an Forstkulturen zu reduzieren, während sie im Sommer meist gar nicht oder nur eingeschränkt zulässig ist. Ein Kirrungsprotokoll mit Datum und Menge schafft zudem Nachweisbarkeit gegenüber der Jagdbehörde.

Praxis-Tipp

Kombiniere die Kirrung mit einer Wildkamera zur Kontrolle und plane den Ansitz passend zur Pirsch oder Drück- & Bewegungsjagd. Nach erfolgreichem Schuss übernimmt die Wildbretversorgung, bei Fehlschuss hilft Nachsuche & Jagdhund weiter. Mit guter Jagdoptik erkennst du am Kirrplatz auch aus der Distanz, welches Stück sich zeigt. Weitere Ausrüstung findest du im Bereich Jagen.