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Wildmarken

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Ohne lückenlose Kennzeichnung wird aus erlegtem Wild schnell ein Verwaltungsproblem: Wildmarken schaffen Ordnung zwischen Streckenliste, Trichinenprobe und Vermarktung. Wer sie konsequent einsetzt, hat jedes Stück vom Anschuss bis zur Küche eindeutig zugeordnet.

Warum Wildmarken Pflicht sind

Wildmarken dokumentieren Wildart, Erleger, Ort und Datum des Erlegens und sind in vielen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben, sobald Wildbret in den Verkehr gebracht wird. Sie werden direkt nach dem Aufbrechen mit dem Aufbruchbesteck angebracht und begleiten das Stück bis zur Übergabe an Wildhändler oder Kühlhaus. Fehlt die Marke, drohen bei Kontrollen empfindliche Konsequenzen, da sich der Ursprung des Wildbrets dann nicht mehr eindeutig nachweisen lässt.

Material und Handhabung

Robuste Kunststoffmarken mit fortlaufender Nummerierung lassen sich witterungsbeständig beschriften und reißen auch bei starkem Zug durch Fell oder Decke nicht ab. Praktisch sind Marken mit vorgestanzten Feldern für Datum, Revier und Wildart, die sich direkt am Aufbruchplatz ausfüllen lassen – idealerweise im selben Arbeitsschritt wie das Verstauen in der Wildwannen & Hygiene-Ausrüstung. Nach der Drück- & Bewegungsjagd mit mehreren Stücken sorgt ein durchdachtes Nummerierungssystem dafür, dass keine Verwechslung entsteht. Für kleine Reviere reicht meist ein einfacher Rollenblock, größere Jagdgemeinschaften sollten dagegen auf abgestimmte Nummernkreise pro Jäger achten.

Von der Marke bis zur Kühlung

Sobald das Stück markiert ist, geht es zügig weiter Richtung Vakuumierer & Kühlung, damit die Kennzeichnung nicht durch Umverpacken verloren geht. Auch beim Zerwirken mit Jagd- & Zerwirkmesser oder Sägen & Knochenwerkzeug sollte die Marke bis zum letzten Arbeitsschritt sichtbar bleiben. Notiere dir bei Bedarf zusätzlich Gewicht und Zerwirkdatum, damit sich später auch bei größeren Mengen jede Charge lückenlos zurückverfolgen lässt.

  • Witterungsbeständiges, reißfestes Material für den Außeneinsatz
  • Fortlaufende Nummerierung zur eindeutigen Zuordnung
  • Vorgestanzte Felder für Datum, Revier und Wildart
  • Einfaches Anbringen direkt mit dem Aufbruchbesteck
  • Kombination mit Wildwannen & Hygiene und Vakuumierer & Kühlung

Praxis-Tipp

Bewahre einen Vorrat an Wildmarken griffbereit in der Reviereinrichtung auf, damit du weder auf der Pirsch noch nach der Ansitz- & Bockjagd ohne Kennzeichnung dastehst. Wer regelmäßig auf Lockjagd geht oder mit Jagdoptik am Ansitz sitzt, sollte die Marken zusammen mit Aufbruchbesteck und weiterem Werkzeug aus der Wildbretversorgung im Bereich Jagen mitführen – auch bei längeren Touren im Rahmen von Trekking & Wandern. Kontrolliere den Vorrat am besten vor jeder Ausfahrt, denn eine fehlende Marke lässt sich am Anschuss nicht mehr improvisieren, sondern nur vorab einplanen.